NetzwerkIT-Lösungen für Unternehmen
Jede zehnte Person in Deutschland war im vergangenen Jahr von Cyberkriminalität betroffen, so der Cybersicherheitsmonitor 2026 von BSI und Polizei. Kleine Unternehmen trifft es ebenso: Nach Angaben des BKA richten sich rund 80 Prozent der gemeldeten Ransomware-Angriffe gegen kleine und mittlere Betriebe. Wir zeigen, welche Gefahren 2026/2027 am wichtigsten sind und wie Sie sich schützen. Stand: Oktober 2026.
Die wichtigsten Risiken
Phishing und Betrug mit künstlicher Intelligenz
Gefälschte E-Mails, SMS und Messenger-Nachrichten sind dank KI kaum noch von echten zu unterscheiden. In der KI-Sicherheitsstudie 2026 von BSI und TÜV-Verband meldete jedes sechste Unternehmen einen Angriff, bei dem KI eine Rolle spielte oder gespielt haben könnte. In 90 Prozent dieser Fälle waren es täuschend echte Phishing-Mails, in 11 Prozent Deepfakes, etwa nachgeahmte Stimmen von Vorgesetzten, die eine Überweisung anordnen.
So schützen Sie sich:
- Klicken Sie nicht auf Links in unerwarteten Nachrichten, sondern öffnen Sie die Seite selbst im Browser.
- Prüfen Sie Zahlungsaufforderungen immer über einen zweiten Weg, zum Beispiel per Rückruf unter der bekannten Nummer.
- Vereinbaren Sie im Unternehmen feste Regeln für Überweisungen, die auch für „Anrufe vom Chef“ gelten.
Betrug beim Online-Shopping
Betrug beim Online-Einkauf ist laut Cybersicherheitsmonitor 2026 das häufigste Delikt: 22 Prozent der Betroffenen haben es erlebt. Typisch sind Fake-Shops mit auffällig günstigen Preisen und Waren, die nie ankommen.
So schützen Sie sich:
- Kaufen Sie bei bekannten Händlern und prüfen Sie Impressum und Bewertungen.
- Meiden Sie Vorkasse per Überweisung bei unbekannten Shops und nutzen Sie Zahlarten mit Käuferschutz.
Gehackte Online-Konten
Fremdzugriffe auf Konten wie E-Mail, Online-Shops oder soziale Netzwerke betrafen 14 Prozent der Betroffenen. Meist steckt ein schwaches oder mehrfach verwendetes Passwort dahinter. Trotzdem nutzen nur 40 Prozent der Befragten eine Zwei-Faktor-Anmeldung.
So schützen Sie sich:
- Verwenden Sie für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort und einen Passwort-Manager.
- Schalten Sie die Zwei-Faktor-Anmeldung ein oder nutzen Sie Passkeys, wo sie angeboten werden.
Ransomware in kleinen Unternehmen
Erpressungssoftware verschlüsselt Daten und fordert Lösegeld. Laut BSI-Lagebericht bleibt sie die größte Bedrohung. Die Angreifer suchen sich bevorzugt schwach geschützte Ziele, und häufig drohen sie zusätzlich damit, gestohlene Daten zu veröffentlichen.
So schützen Sie sich:
- Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig und bewahren Sie mindestens eine Sicherung getrennt vom Netzwerk auf.
- Testen Sie, ob sich Ihre Sicherung auch wirklich zurückspielen lässt.
- Geben Sie Mitarbeitenden nur die Zugriffsrechte, die sie für ihre Arbeit brauchen.
Veraltete Software und ungepatchte Schwachstellen
Die Zahl neu entdeckter Schwachstellen ist laut BSI um 24 Prozent gestiegen, auf rund 120 pro Tag. Gleichzeitig hat nur jede vierte befragte Person automatische Updates aktiviert. Besonders betroffen sind ältere Computer: Windows 10 erhält nur noch über das ESU-Programm von Microsoft Sicherheitsupdates, für Privatnutzer bis zum 12. Oktober 2027.
So schützen Sie sich:
- Aktivieren Sie automatische Updates für Betriebssystem, Browser und Apps.
- Planen Sie den Umstieg von Windows 10 rechtzeitig, bevor auch die ESU-Updates enden.
- Tauschen Sie Router und Geräte aus, für die es keine Updates mehr gibt.
Unsichere vernetzte Geräte
Kameras, Router und Smart-Home-Geräte sind oft schlecht geschützt. Das BSI berichtet von zwei Botnetzen mit rund 40.000 Geräten, deren Schadsoftware schon bei der Herstellung aufgespielt war.
So schützen Sie sich:
- Kaufen Sie Geräte bekannter Hersteller, die regelmäßig Updates liefern.
- Ändern Sie Standardpasswörter sofort und trennen Sie Smart-Home-Geräte möglichst in ein eigenes WLAN.
Unser Tipp: Drei Maßnahmen bringen den größten Schutz: automatische Updates, Zwei-Faktor-Anmeldung für wichtige Konten und eine regelmäßige, getrennt aufbewahrte Datensicherung.
Fazit
Die meisten Angriffe nutzen keine raffinierten Tricks, sondern fehlende Grundschutzmaßnahmen. Wer Updates einspielt, Konten mit einem zweiten Faktor absichert, Daten regelmäßig sichert und bei unerwarteten Nachrichten misstrauisch bleibt, macht es Angreifern schwer. Das gilt für Privatleute genauso wie für kleine Betriebe.
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